Dreiburgentour

Die Cham-Further Senke ist schon sehr lange eine wichtige Handelsstraße. Sogar aus keltischer Zeit gibt es Bodendenkmäler. Es ist auch kein Wunder, denn das Tal führt zu einem relativ einfachen Übergang über das Grenzgebirge zwischen Bayern und Böhmen. Eine uralte Handelsstraßen zwischen Regensburg und Prag verliefen hier entlang. Deswegen wurden rechts und links des Tals viele Burgen errichtet. Drei davon sollen Ziele der Dreiburgentour sein.

„Dreiburgentour“ ist eigentlich nicht ganz richtig. Genauer müsste es „Burgruinentour“ heißen. Keine der drei Burgen ist noch im vollständigen Zustand. Beim Haidstein muss man sogar ganz genau hinschauen, um die Reste der mittelalterlichen Burganlage zuerkennen. Das macht die Sache für mich aber noch interessanter.

Für die damaligen Burgherren war eine gute Aussicht wichtig. Nicht, weil sie das besonders romantisch fanden. Es ging ganz einfach darum, den Verkehr auf dem Handelsweg zu überwachen.

Für den, der gerne weit in die Landschaft blickt, ist die Dreiburgentour genau das Richtige.

Karte


Höhenprofil

Bilder

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Strecke

Wir starten auf dem Arnschwanger Dorfplatz und fahren in östliche Richtung. Nach der Überquerung der Chamb geht es noch ein wenig über Feldwege durch das Chamb-Tal. Am Waldrand angekommen führt der Weg jetzt längere Zeit mehr oder minder steil bergauf. Der Untergrund ist manchmal erdig, manchmal steinig.

Am Kammweg angekommen ist der erste Anstieg geschafft. Weiter geht es über den schön zu fahrenden Kammweg bis nach Madersdorf. Von da aus folgen wir für eine kleines Stück der Straße, die zur Diensthütte des Hohenbogens hinaufführt.

Noch vor dem Rimbacher Ortsteil Hinterlichteneck zweigen wir auf einen ansteigenden Feldweg ab. Im Wald verläuft der Schotterweg eben und teilweise mit leichtem Gefälle. Links zweigt dann bald ein ansteigender Weg zur Burgruine Lichteneck ab. An der Burgruine angekommen bietet es sich an, eine Pause einzulegen und den Bergfried zu besteigen. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend.

Blick vom Bergfried der Burgruine Lichteneck
Blick vom Bergfried der Burgruine Lichteneck

Weiter geht es auf einen sehr schmalen Trail, der das Fahrkönnen herausfordert. Der Einstieg in den Trail ist leicht zu übersehen. Wir müssen uns zwischen der Brücke und dem Kassenhäuschen durchzwängen. An einigen Bäumen ist auch das orange Dreiecke zu erkennen. Dem können wir folgen.

Wer fahrtechnisch nicht so fit ist oder einfach keine Lust auf den Trail hat, der fährt einfach den gleichen Weg wieder zurück. Beide Wege vereinen sich wieder.

Nachdem wir wieder in Hinterlichteneck angekommen sind, verschwinden wir gleich wieder im Wald und fahren auf einem schönen Trail hinunter nach Rimbach.

Im Rimbach müssen wir uns durch das Labyrinth der vielen keinen Straßen quälen und die Staatsstraße 2140 überqueren. Nachdem wir ein paar Teiche passiert haben verschwinden wir nach rechts in den Wald. Der erste Teil des Weges ist etwas schwierig zu fahren, es wird aber immer leichter.

In Thenried umfahren wir den Sportplatz. Die Asphaltstraße vom Parkplatz macht einen Rechtsknick. In der Kurve zweigt links ein unscheinbarer Waldweg ab, dem wir jetzt folgen. Er ist als Wanderweg Ri6 (oder veraltet als R6) ausgeschildert. Der Weg führt parallel zur Straße und lässt sich sehr schön fahren.

Nach der Straßenüberquerung führen Feld- und Waldwege bis nach Liebenstein. Es geht dort weiter direkt am Hotel vorbei über einen einfach zu fahrenden Waldweg in Richtung Ried. Hier sollte man sich unbedingt Zeit nehmen, die Wolframslinde anzuschauen. Außerdem folgt gleich ein längerer Anstieg zum Haidstein hinauf, so dass es eine gute Idee ist, etwas Kraft zu tanken.

Der Anstieg zum Haidstein ist nicht ganz einfach. Hier ist konzentriertes Fahren angesagt. Die Wurzeln und Steine sind besonders bei Nässe eine Herausforderung. Dieser Weg wird an den Wochenenden auch gerne von Fußgängern benutzt. Also rücksichtsvoll fahren!

Beim Verlassen des Waldes ist gleich die Haidsteiner Hütte zu sehen, die mit einem schönen Biergarten zum Rasten einlädt.

Weg zur Haidsteiner Hütte

Doch die Pause sollte noch ein wenig warten. Hinter der Hütte führt ein relativ steiler Anstieg zu Gipfel. Oben steht eine Kirche. Wenn du in die Kirche hinein möchtest, dann hole dir vor dem Anstieg den Schlüssel dafür in der Gaststube der Hütte. Auf jeden Fall solltest du zum Gipfelkreuz hinauf klettern. von dort aus gibt es eine wunderschöne Aussicht zu genießen.

Kirche St. Ulrich auf dem Haidstein

Nach der Rast im Biergarten geht es zunächst ein Stück auf der Forststraße bergab. An einem größeren Wanderwegweiser zweigt dann links der Weg nach Runding ab. Hier ist volle Aufmerksamkeit gefordert. Besonders im oberen Teil gibt es ein paar größere Stufen. Weiter unten ist der leicht kurvige Weg einfacher zu fahren. Nach dem Verlassen des Waldes geht es über einen Feldweg weiter nach Runding. Ein kurzer Gegenanstieg zieht dir noch ein paar Körner aus den Oberschenkeln.

In Runding halten wir uns in Richtung Friedhof. Bevor man den Anstieg zur Burgruine in Angriff nimmt, sollte man unbedingt einen Zwischenstopp in der Kirche machen. Dort gibt es eine kleine Ausstellung zu sehen, in der die Sanierung der Ruine dokumentiert wird. Es gibt viele Fotos zu sehen, die den Zustand vor und nach der Sanierung zeigen. Erst dann kann man die Leistung einschätzen, die in der vorbildlich instand gesetzten Burgruine steckt. Außerdem zeigt die Ausstellung noch einige Ausgrabungsstücke und ein paar interessante Fakten zur Geschichte der Burg.

Der Anstieg zur Burgruine ist schnell geschafft. Zunächst geht es auf einer relativ steilen Asphalt-Straße bergauf, dann noch ein Stück auf Schotter. Für die Burgruine solltest du dir eine ausführliche Pause gönnen. Es gibt viele anzusehen. Viele Teile sind beschriftet. Das Klettern auf den Aussichtspunkt lohnt sich. Von hier aus hat man auch einen schönen Blick zurück auf den Haidstein.

Bei der Abfahrt geht es durch ein kleines Wäldchen auf schönen Trails zurück auf die Straße. Der Einstieg befindet sich in der Nähe des Toilettenhäuschens  und ist leicht zu übersehen. Dort biegen wir links ab. Es gibt mehrere Trails, die hinunter führen. Im Prinzip ist es egal, welchen du fährst. Alle führen auf die Straße.

Der Straße folgen wir ein Stück in Richtung Vierau. Bald zweigt der Weg in Richtung Blauberger See ab. Den umrunden wir auf einen recht anspruchsvollen Trail. Hier ist große Vorsicht beim Fahren angebracht. An einigen Stellen besteht Absturzgefahr.

Auf einem Feldweg geht es weiter in Richtung Rieding. Der Feldweg führt schnurgerade durch die Landschaft, ist aber etwas tückisch. Besonders nach Regenfällen können hier gefährliche Längsrillen auftreten.

Ab Rieding geht es wieder etwas bergauf nach Steinach. Der Feld- und Waldweg ist sehr einfach zu fahren, so dass genügend Zeit bleibt, die schöne Aussicht auf das Chamb-Tal zu genießen.

Von Steinach aus führt ein einfacher Feldweg zu einem Hof, der schon zu Arnschwang gehört. Auf der Straße geht es dann durch Nößwartling zurück zum Ausgangspunkt in Arnschwang.

Daten zur Tour

Ausgangsort

Arnschwang

Fahrstrecke

38 km

Höhenmeter

1000 hm

Fahrzeit

3,5 – 5,5 h

Boden

  • Schotterwege
  • erdige Waldwege
  • Wurzelpfade
  • Asphalt / Betonplatten

Schwierigkeit

Die Tour weißt einige Stellen auf, die im oberen Bereich von S2 liegen. Besonders der Trail um den Blauberger See ist knifflig. Wenn du hier dein Bike nicht 100%ig beherrschst, dann ist es besser, zu schieben. Es besteht an einigen Stellen Absturzgefahr.

Sehenswürdigkeiten

Gasthäuser

  • Arnschwang: Radl-Café
  • Arnschwang: Brunnerhof
  • Haidsteiner Hütte
  • Runding: Pizzeria Al Castello

Download der GPS-Daten

Aktuelle Hinweise zu Befahrbarkeit

18.4.2019: Die Tour wurde komplett abgefahren. Sie ist trotz des Wind- und Schneebruchs komplett befahrbar.

Verkehrsanbindung

Bahn

Auto

[Routenplaner]