Blick vom Großen Arber

Arber-Runde

Der Gipfel des Großen Arbers ist für viele Mountainbiker ein attraktives Ziel. Schließlich ist es der höchste Berg im Bayerischen Wald, auch wenn sein Vorsprung gegenüber dem Rachel nur 3,5 m beträgt.

Diese Tour umrundet den Gipfel des Großen Arbers. Ein Abstecher führt bis zum Gipfelkreuz. Die Tour führt am Kleinen und am Großen Arbersee vorbei.

Diese Tour ist besonders für die Kondition eine Herausforderung. Es sind mehrere längerer Anstiege zu absolvieren.

Fahrtechnisch gibt es ein paar Einlagen, die ziemlich fordernd sind.

Im Bereich des Großen Arbers sind wir relativ oft auf Schotterwegen unterwegs, die nicht besonders spannend sind. Das hat verschiedene Gründe. Das Gebiet ist für den Wandertourismus im Bayerischen Wald wichtig. Es scheint so, als ob einfach zu gehende Schotterwege bei der Mehrzahl der Wanderer beliebt sind.

Abseits der Schotterwege merkt man sehr schnell, was für eine wilde Gegend das Gebiet rund um Großen und Kleinen Arber eigentlich ist. Die Wege werden dann sehr schnell schwierig.

Außerdem befinden wir uns mitten in einem Naturschutzgebiet. Es wird darauf geachtet, dass der Wald nicht von unendlich vielen Wegen durchzogen wird um Ruheräume für das Wild zu schaffen.

Rund um den Arber befindet sich ein Auerwild-Schutzgebiet. In diesem Gebiet herrscht striktes Wegegebot, was ja für Mountainbiker sowieso selbstverständlich ist. Außerdem sind ein paar Wege zu bestimmten Zeiten gesperrt. Das betrifft uns Mountainbiker eher weniger, weil die Wegsperrungen vorwiegend im Winter gelten.

Im Gipfelbereich des Großen Arbers herrscht Radfahrverbot. Ich bitte alle Mountainbiker, sich strikt daran zu halten. Sicherlich kann man darüber diskutieren, wie sinnhaft ein generelles Verbot ist. Wer jedoch hier trotz des Verbotes fährt, der schadet nachhaltig allen anderen Mountainbikern, da es dann über kurz oder lang weitere Verbote geben wird. Der gesperrte Bereich ist auch nicht sehr groß und umfasst nur den eigentlichen Gipfel.

Karte

Höhenprofil

Bilder

  • Der erste Anstieg bei Trailiing ist geschafft
  • Blick auf den Osser von Hinterwaldeck aus
  • Hinterwaldeck
  • Vorderwaldeck
  • Weißer Regen
  • Kleiner Arbersee mit dem Gipfel des Großen Arbeers im Hintergrund
  • Schneereste Ende Mai kurz nach dem Kleinen Arbersee
  • Kleiner Arber
  • Kleiner Arber
  • Blick auf den Gipfel des Großen Arber von der Chamer Hütte aus
  • Brunnen an der Chamer Hütte
  • Schneereste Ende Mai in der Nähe der Chamer Hütte
  • Blick vom Großen Arber
  • Großer Arbersee
  • Blick auf den Gipfel des Großen Arbers vom Sonnenfelds aus
  • LO 3
  • Der LO 3 bietet einige Herausforderungen, wie dieses Steilstück kurz vor dem Wasserfall
  • Sollerbach-Wasserfall

Strecke

Bei der Anreise mit dem Auto empfiehlt es sich, den oberen Parkplatz am Osser-Bad zu nutzen. Dort ist eigentlich immer genügend Platz. Den Ausgangspunkt der Tour hat man von dort aus sehr schnell erreicht.

Wir starten am Bahnhof und fahren auf dem Radweg ein kleines Stück in Richtung Bad Kötzting. Es bleibt aber nicht viel Zeit zum Einrollen. Kurz vor dem Bahnübergang biegen wir links ab und fahren schon bergauf.

Zunächst sind es einfache Schotterwege, die wir nutzen. Der Weg macht nach einer Zeit einen Linksknick. In dieser Kurve geht rechts ein kleiner schmaler Weg ab. Den nehmen wir. Der Weg ist durchaus anspruchsvoll und führt immer steiler bergauf.

Alternativ kann die etwas andere Auffahrt der Runde um Lam genutzt werden.

Nach einer Abfahrt kommen wir in Trailing an. Von hier aus fahren wir den Weg der sogenannten Ödhöfe nach.

Kurz hinter Trailing zweigen wir rechts von der Straße ab und folgen einen kleinen Trail durch den Wald. Wer Kräfte sparen möchte oder keine Lust auf einen Trail hat, der folgt einfach weiter der Straße. Beide Wegen führen später wieder zusammen.

Wir biegen bald rechts in Richtung Vorderödhof ab. Hier ist die erste Möglichkeit der Einkehr.

Auf einfach zu fahrenden Feldwegen erreichen wir Hinteröd. Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit, einzukehren. Besonders der Blick auf den Osser ist von hier aus eindrucksvoll.

Direkt nach Hinteröd durchqueren wir ein paar Weiden. Bitte achtet darauf, alle Tore wieder sorgfältig hinter euch zu verschließen.

Nach dem letzten Tor folgt eine kurze steile Abfahrt. Auf einer kleinen Brücke überqueren wir einen Bachlauf. Auf der Gegenseite geht es gleich wieder steil ein paar Meter bergauf. Hier muss kurz geschoben werden. Besonders bei Nässe muss diese Passage vorsichtig gefahren werden.

Bald erreichen wir die Schotterstraße nach Hinterwaldeck. Hier gibt es wieder eine Möglichkeit zur Einkehr.

Kurz nach Hinterwaldeck biegen wir rechts ab auf einen schönen Trail und erreichen bald Vorderwaldeck. Hier sollten wir auf jeden Fall einmal kurz anhalten und den Blick auf den Osser genießen.

Blick auf den Osser von Hinterwaldeck aus
Blick auf den Osser von Hinterwaldeck aus

Jetzt folgt eine sehr schöner Abschnitt. Auf gut zu fahrenden Trails fahren wir nach Schwarzenbach. Die Trails sind technisch nicht super-anspruchsvoll sondern einfach nur sehr schön zu fahren.

In Schwarzenbach bietet sich die Möglichkeit, die Tour abzukürzen und gleich wieder den Rückweg anzutreten. Hin- und Rücktour berühren sich hier fast. Wenn also das Wetter nicht mehr mitspielen will, dann ist das hier der richtige Punkt zur Umkehr.

Es gibt hier noch eine zweite Variationsmöglichkeit hier. Wer etwas Kraft sparen möchte, fährt ebenfalls in den Ort hinunter und biegt dann aber nicht links nach Lam sondern rechts ab und fährt dem Rückweg entgegen. Der asphaltierte Radweg führt ebenfalls in Richtung des Kleinen Arbersees und kommt später mit der Originalstrecke zusammen.

Die Originalstrecke führt in Schwarzenbach scharf nach recht eine steile Straße hinauf. Nach einem Straßenabschnitt geht es dann wieder überwiegend auf schönen Trails weiter bis zu der Stelle, wo sich Hin- und Rückweg wieder kreuzen. Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit, die Tour abzukürzen.

Wir biegen hier rechts ab und fahren an einem kleinen Teich vorbei und erreichen die Straße in Richtung Kleiner Arbersee. Dieser folgen wir. Diese Straße wird besonders an Wochenenden von vielen Fußgängern genutzt. Da wir hier bergauf fahren, ist das aber vollkommen unproblematisch.

Kurz vor dem Kleinen Arbersee zweigt ein Waldweg links ab. Der führt uns direkt zum See. Wer sich den kleinen Umweg zu See sparen möchte, der fährt einfach die Schotterstraße weiter bergauf. Am Kleinen Arbersee kommen wir noch einmal auf dem Rückweg vorbei. Man verpasst also nichts. Nach ein paar hundert Meter sind wir dann wieder auf der Originalstrecke.

Am Kleinen Arbersee gibt es wieder eine Möglichkeit zur Einkehr. Auf jeden Fall sollte man aber hier anhalten und die schöne Landschaft genießen.

Jetzt folgt ein steiler Anstieg, der nur durch Schieben zu bewältigen ist. Nach knapp 200 m sind wir wieder auf der Forststraße.

Jetzt beginnt ein fahrtechnisch eher langweiliger aber konditionell umso anspruchsvollerer Abschnitt. Auf einer sehr einfach zu fahrenden Schotterstraße geht es bergauf. Der Anstieg ist durchgängig fahrbar.

Nachdem wir den Anstieg geschafft haben, umrunden wir auf einer Schotterstraße fast den Kleinen Arber. Der Weg führt immer wieder über Lichtungen mit weiten Ausblicken ins Land.

Nach eine Weile zweigt links ein Weg in Richtung Chamer Hütte ab. Dem folgen wir. Wir sind jetzt auf der Auerhahn-Loipe unterwegs, die im Winter von Langläufern gerne genutzt wird.

An der Chamer Hütte angekommen können wir erst einmal die Trinkflaschen am Brunnen wieder auffüllen und den Blick auf den Gipfel des Großen Arbers mit einen Radar-Türmen genießen. Dort geht es jetzt gleich hoch.

Blick auf den Gipfel des Großen Arber von der Chamer Hütte aus
Blick auf den Gipfel des Großen Arber von der Chamer Hütte aus

Die Chamer Hütte bietet auch wieder die Möglichkeit der Einkehr.

Nach der Chamer Hütte folgt eine kurze Abfahrt auf einem sehr leichten Trail. Wir erreichen wieder die Schotterstraße. Sie führt uns relativ leicht in Richtung des Arber-Gipfels.

Am ersten Radar-Turm beginnt das Fahrverbot. Die letzten Meter zum Gipfel muss also geschoben werden. Vom Gipfel aus hat man einen wunderschönen Rundumblick. Bei sehr guter Fernsicht sind sogar die Alpen zu sehen.

Hinunter geht es zunächst auf dem selben Weg wie hinauf. Wenn der Schotterweg eine scharfe Rechtskurve macht, dann ist Obacht geboten. Genau in der Kurve zweigt links ein kleiner Weg ab, der uns in den Bodenmaiser Mulde führt. Jetzt beginnt der technisch anspruchsvollste Teil der Tour. Auf einem schwierigen Trail geht es bergab. Besonders im oberen Teil gibt es viele Stufen, grobes Geröll und viele Wurzeln. Hier ist eine sichere Beherrschung des Bikes notwendig. Es ist keine Schande, hier mal ein Stück abzusteigen und zu schieben.

Nach unten wird der Trail immer einfacher. Vorsicht! Es gibt noch eine Sperre für Weidetiere.

Nach einiger Zeit erreichen wir eine einfach zu fahrende Forststraße, auf der wir uns wieder von der Anstrengung erholen können.

Nach ein paar Kilometer Schotterweg zweigt rechts ein Trail ab, der in Richtung Großer Arbersee führt. Der Abzweig ist leicht zu übersehen. Der Trail ist teilweise recht anspruchsvoll, macht aber richtig Spaß.

Am Großen Arbersee angekommen lohnt es sich, erst einmal eine Pause einzulegen, den gleich folgt ein längerer Anstieg. Im neu errichteten Gasthaus ist eine Einkehr möglich.

Die Landschaft ist hier wirklich wunderschön. Leider ist das Gebiet oft sehr überlaufen, da es auch mit dem Auto sehr gut erreichbar ist.

Am Nordufer führt uns die Strecke dann in Richtung Talstation der Seilbahn. Es beginnen hier relativ dich beieinander mehrere Wege. Wir nehmen den, auf dem der Arbergipfel ausgeschildert ist. Einfach zu fahrende Schotterwege führen uns bis zu der Talstation der Seilbahn.

An der Talstation ist an den Wochenenden bei schönen Wetter oft viel los. Bitte Rücksicht nehmen! Auf auf dem folgenden Abschnitt der Strecke bis zum Abzweig zum Kleinen Arbersee ist mit vielen Fußgängern zu rechnen. Viele Wanderer fahren mit der Bahn zum Gipfel hinauf und laufen dann über diesen Weg wieder zur Talstation hinunter. Der Weg ist allerdings recht breit, so dass das kein Problem ist.

Die Skipisten sind im Sommer für das Betreten und Befahren gesperrt, weil die Wiesen ein relativ empfindliches Ökosystem sind. Die Vegetationsperiode ist durch die Höhenlage von über 1000 m recht kurz. Schneereste sind auch Ende Mai keine Seltenheit.

Hinter der Bergstation des Schlepplifts am Thurnhof-Hang befindet sich das Gasthaus Sonnenfels mit einer schönen Terrasse. Ein Cappuccino noch kurz vor der Abfahrt geht hier immer.

Ein Stück oberhalb vom Sonnenfels zweigt unser Weg rechts ab. Von nun an wird es einsamer. Ein breiter, sehr steiniger Weg führt im Zickzack in Richtung des Kleinen Arbersees.

Kurz nach einer scharfen Rechtskurve zweigt ein leicht zu übersehender Trail links ab. Der Weg ist ein wunderschöner Singletrail. Wer keine Lust darauf hat, der fährt einfach den breiten Weg weiter. Ein Stück weiter unten mündet er auf den Verbindungsweg von der Mooshütte zum Kleine Arbersee.

Wir fahren weiter am Nordufer des Kleinen Arbersees. Wenn der Hunger ruft, dann ist auch eine Einkehr in der Seehütte möglich. Viele Höhenmeter bergauf sind jetzt nicht mehr zu fahren.

Auf dem Weg, den wir schon zu Beginn der Tour gefahren sind, fahren wird in entgegengesetzter Richtung zur Straße zurück. Wenn wir diese erreicht haben, dann fahren wir gleich gegenüber in den Waldweg ein. Der Weg ist als LO 3 ausgeschildert.

Jetzt beginnt der für mich schönste Teil der Tour. Ein Singletrail mit allerlei Herausforderungen führt uns in Richtung Sommerau. Unterwegs kommen wir nach einem sehr steilen Gefällestück an einem Wasserfall vorbei. Hier halten wir kurz und schauen uns den Wasserfall an. Ab jetzt wird der Weg einfacher.

Nachdem wir Sommerau erreicht haben, ist die Tour eigentlich geschafft. Wir rollen jetzt auf dem Radweg vorwiegend bergab zurück nach Lam.

Daten zur Tour

Ausgangsort

Lam, Parkplatz Osserbad oder Bahnhof Lam

Fahrstecke

55 km

Höhenmeter

1770 hm

Fahrzeit

6,5 – 9,5 h

Boden

  • Schotterwege
  • steinige und erdige Trails
  • Asphalt

Schwierigkeit

Im oberen Bereich des Arbersteigs beträgt die Schwierigkeit S3. Schiebst man hier ein Stückchen, dann lassen sich diese Stellen umgehen.

Der Trail zum Kleinen Arbersee ist S3. Dafür gibt es eine Alternative.

Auch einige Stellen des Trails vom Kleinen Arbersee nach Sommerau sind in S3 einzuordnen. Dieser Trail kann umgangen werden.

Sehenswürdigkeiten

  • Kleiner Arbersee
  • Kleiner Arber
  • Großer Arber
  • Großer Arbersee

Gasthäuser

Download der GPS-Daten

Aktuelle Hinweise zur Befahrbarkeit

10.11.2019: Aufgrund der Schneefälle oberhalb 1000 m ist die Tour momentan nicht befahrbar.