Kleiner Arbersee

Rund um Lam

Diese Tour umrundet das Ende des Tals vom Weißen Regen. In der Tour ist alles enthalten, was zum Mountainbiken gehört: Lange konditionell anspruchsvolle Anstiege, einfache Forstwege zur Entspannung, Singletrails, die sich durch den Wald schlängeln, richtig schwere Abfahrten, die das fahrtechnische Können bis zum Letzten fordern, Schiebestrecken und sogar eine kurze Tragepassage.

Außerdem kommt man an vielen wunderschönen Plätzen vorbei.

Hier ist besonders der Kleine Arbersee zu nennen, der meiner Meinung nach viel schöner und ursprünglicher als sein großer Bruder auf der anderen Seite des Großen Arbers ist.

Die Ödhöfe gleich am Beginn der Tour erinnern mich ein wenig an bewirtschaftete Almen in den Alpen.

Zu guter Letzt sei noch die Wallfahrtskirche Maria Hilf erwähnt. Wer sein Mountainbike dort hinauf geschoben und getragen hat, der kann die Anstrengungen der Erbauer der Kirche ein wenig nachvollziehen. Gut, der Weg auf der anderen Seite ist nicht so steil, aber einen richtig bequemen Zugang gibt es auch dort nicht.

Dadurch, dass das Talende umrundet wird, kann die Tour sehr einfach variiert werden. Wenn es zu anstrengend wird, dann kann man zurück ins Tal fahren und auf der Straße oder auf dem Radweg zurück nach Lam rollen.

Auch wichtig: Auf dieser Tour gibt es sehr viele Einkehrmöglichkeiten.

Karte


Höhenprofil

Bilder

Strecke

Los geht’s auf dem Parkplatz von Osserbad oder direkt am Bahnhof. Wir rollen ein Stück auf dem Radweg in Richtung Bad Kötzting. Bevor der Radweg die Schienen kreuzt, biegen wir links am auf einen Waldweg, der stetig bergauf führt. Bis nach Trailling ist der Weg mal mehr und mal weniger steil. An ein paar Stellen musste ich auch absteigen und schieben.

Der Weg ist mit einem roten Schild als Winterwanderweg zu den Ödhöfen ausgeschildert. Die Schilder sind auffällig, so dass nicht all zu oft ein Blick auf das GPS-Gerät notwendig ist.

Wegweiser Woidbauernsteig

Ist Trailling erst einmal erreicht, wird es deutlich einfacher. Nach einem kleinen Stück auf der Straße biegen wir rechts in Richtung Vorderöd ab. Hier gibt es schon die erste Möglichkeit zur Einkehr im „Brotzeitstübl zum Ödbauern“.

Vorderöd
Vorderöd

Einen knappen Kilometer weiter haben wir auf Feldwegen Hinteröd erreicht. Hier gibt es schon wieder etwas zu essen und zu trinken. Von der Terasse der Gaststätte aus hat man einen schönen Ausblick auf die gegenüberliegenden Talseite mit dem Osser.

Am Hinterödhof haben wir mehrere Absperrungen für Weiden zu durchqueren. Bitte achtet darauf, die Tore wieder sorgfältig zu verschließen.

Nach einer kurzen steilen Abfahrt überqueren wir einen Bach und biegen in einen Singletrail ein. Auf schönen Singletrails, die sich durch den Wald schlängeln geht es weiter bis nach Schwarzenbach. Ab hier fahren wir ein Stück auf der Straße weiter bis Lohberghütte. Leider gibt es für dieses Stück Asphalt keine sinnvolle Alternative.

Ab Lohberghütte geht es dann auf Waldwegen weiter bis zum Weg, der zum Kleinen Arbersee führt. Seen liegen gewöhnlich unten im Tal. Nicht so beim Kleinen Arbersee. Der liegt in einer Höhe von knapp 920 m. Diese Höhe muss jetzt erklommen werden. Der Anstieg ist sehr leicht zu fahren, da der Weg größtenteils asphaltiert ist. Ab dem Parkplatz Reißbrücke ist der Weg für Kraftfahrzeuge gesperrt. Es verkehrt hier nur die Arberseebahn und es sind besonders an den Sommerwochenenden viele Fußgänger unterwegs.

Wenn du die Tour abbrechen musst, dann ist hier eine günstige Gelegenheit. Fahre einfach die Straße nach Lohberghütte und dann weiter den Radweg bis nach Lam.

Am Kleinen Arbersee sollte man unbedingt eine Pause einlegen. Auch eine Einkehr ist möglich. Die Seehütte hat eine Terrasse mit einem Blick auf den See, die umliegenden Berge und natürlich auf den Großen Arber. Im Hintergrund ist der Große Arber mit seinen Radartürmen gut zu erkennen.

Seehütte am Kleinen Arbersee

Weiter geht es in Richtung Mooshütte. Dazu fahren wir am Nordufer entlang. Hier sind teilweise viele Fußgänger unterwegs, besonders wenn eine der Arberseebahnen gerade angekommen ist. Die Fußgänger gehen gewöhnlich den Rundweg um den Kleinen Arbersee. Auf dem Weg zur Mooshütte ist gleich wesentlich weniger los.

Von der Mooshütte aus folgen wir dem Glasbläsersteig in Richtung Brennes. Der Weg ist besonders im unteren Teil nicht ganz einfach zu bewältigen. Es sind öfter Steine zu umfahren und der Weg ist relativ steil. Der obere Teil wird leichter. Wenn du durch die Bäume etwas Buntes durchschimmern siehst, dann ist der Anstieg bald geschafft. Es handelt sich dabei um einen Zaun, der aus alten Ski gebaut ist.

Brennes, Zaun aus alten Ski

In Brennes gibt es wieder eine Einkehrmöglichkeit in der Arberalm.

Wir überqueren jetzt die Straße, die Lohberg mit Bayerisch Eisenstein verbindet und verschwinden wieder im Wald.

Hier wäre wieder eine weitere Möglichkeit, die Strecke abzukürzen. Fahre dazu einfach die Straße in Richtung Lohberg ein paar Meter weiter. Auf der linken Seite zweigt ein Weg in Richtung Mooshütte ab. Auf diesem Weg verläuft auch der Radweg. Dem kannst du dann bis Lam weiter fahren.

Wir folgen einem Forstweg bis zum Parkplatz Scheiben. Im Winter ist das ein sehr schönes Gebiet für Langläufer. Es lohnt sich, hier kurz anzuhalten und den Blick zum Großen Arber zu genießen.

Jetzt beginnt ein relativ langweiliger Abschnitt auf einer Forststraße. Zuerst fahren wir ein paar Höhenmeter bergauf. Dann folgt eine lange Abfahrt. Die kann gut zur Erholung genutzt werden, denn gleich beginnt der schwierigste Streckenabschnitt dieser Mountainbike-Tour.

An einem größeren Platz zweigt links ein wenig versteckt ein Weg in Richtung Lohberg ab. Bevor du dort abbiegst, ist es Zeit, die Protektoren anzulegen. Der Weg ist richtig schwierig zu fahren. Große Steine und Wurzeln fordern einiges an Geschick. Besonders steil ist die Abfahrt aber nicht.

Die schwierige Abfahrt lässt sich aber auch umgehen. Dazu muss einfach die Forststraße weiter gerade aus gefahren werden. In der Nähe von Silbersbach triffst du dann wieder auf den originalen Weg.

Nach der Abfahrt geht es ein paar Hundert Meter weiter auf einer Ortsstraße am Rand von Lohberg. Dann verschwinden wir wieder im Wald. Weiter geht es auf schönen Trails durch den Wald.

Nach einiger Zeit erreichen wir Berghäusl. Hier gibt es wieder eine Möglichkeit zur Einkehr im Café Sahneberg. Wenn du dir den anstrengenden Anstieg zur Wallfahrtskirche Maria Hilf sparen willst, dann ist es sinnvoll, ab hier auf der Straße zurück nach Lam zu rollen.

Wegweiser zum Café Sahneberg

Der Weg führt uns bald am Besucherbergwerk Fürstenzeche vorbei. Ein Verein hat das stillgelegte Bergwerk wieder zugänglich gemacht und veranstaltet hier auch Führungen.

Es geht dann noch ein Stück weiter auf Trails durch den Wald, bevor der finale Anstieg zur Kirche beginnt. Hier muss der größte Teil des Anstiegs geschoben werden, weil der Weg so steil ist. Wenn die Kirche schon durch die Bäume durchscheint, dann wird der Anstieg zunächst etwas flacher. Der Weg mündet auf einen anderen Weg, der von Lam zur Wallfahrtskirche hinauf führt. Die Letzten Höhenmeter geht es dann über ein paar Stufen. Hier muss das Mountainbike ein Stück getragen werden.

Oben angekommen kannst du dich erst einmal ausruhen, entweder auf der Bank oder du stärkst dich in der Gaststätte neben der Kirche.

Jetzt beginnt eine schöne Abfahrt auf einem Singletrail. Es ist nicht ganz einfach, den richtigen Weg zu finden. Wir gehen an der Südseite der Kirche vorbei und folgen der Ausschilderung L1 und L3. Es folgt eine schöne Abfahrt auf einem steinigen Pfad. Der Trail ist bei weiten nicht so anspruchsvoll wie der bei Lohberg. Der Weg wird auch gerne von Fußgängern genutzt, also Rücksicht nehmen!

In der Nähe der Jugendherberge verlassen wir den Wald und fahren zurück ins Zentrum von Lam.

Für mich gehört zu einer Mountainbike-Tour in Lam dazu, sie mit einem Eis und der Osser-Eisdiele zu beenden, wo es übrigens auch einen guten Espresso gibt.

Daten zur Tour

Ausgangsort

Lam, Osserbad

Fahrstrecke

39 km

Höhenmeter

1275 hm

Fahrzeit

4,5 – 7 h

Boden

  • Schotterwege
  • schmale Singeltrails
  • steinige Pfade
  • Wurzelpfade
  • Asphalt

Schwierigkeit

Die Abfahrt über den Ossersattel nach Lohberg ist mit der Schwierigkeit S3 einzustufen. Der Weg ist mit größeren Steinen verblockt und es sind viele rutschige Wurzeln vorhanden.

Die Abfahrt von Maria Hilf nach Lam ist auf S2-Niveau. Der Weg ist teilweise recht schmal. Die Oberfläche ist ebenfalls steinig aber nicht so verblockt.

Beide Abfahrten lassen sich umgehen.

Besonders im ersten Teil der Tour gibt es ein paar Singletrails, die im leichten Auf und Ab durch den Wald führen. Teilweise sind die Wege sehr schmal und haben viele Wurzeln.

Sehenswürdigkeiten

Gasthäuser

Download der GPS-Daten

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