Weg zum Osser im Herbst

Der Große Osser im Spätherbst

Das schöne Wetter am letzten Wochenende habe ich genutzt, um in Lam eine bereits bestehende Tour wieder abzufahren. Ich mache das ja regelmäßig, um eventuelle Änderungen der Örtlichkeiten mitzubekommen und die Strecken dann entsprechend anzupassen.

Dieses mal war die Tour auf den Großen Osser an der Reihe.

Die Bedingungen waren eigenlich relativ gut. Die Kälte ist bei entsprechender Kleidung kein großes Problem. Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt machten den Wege schön hart. Einzig der relativ starke Westwind machte mir ein wenig Sorgen. Diese waren aber unbegründet. Fast während der gesamten Tour war ich im Wald unterwegs. Nur in der Nähe des Grenzkamms merkte ich etwas vom Wind.

Die Wege waren sehr unterschiedlich zu fahren. Weiter unten hatte ich es mit meist gefrohrenen Waldboden zu tun. Das ist fast idealer Untergrund zum Mountainbiken. Weiter oben änderte es sich aber. Ab ca. 1000 m Höhe lag etwas Schnee auf den Wegen. Damit hatte ich gerechnet. Die Webcams vom Großen Arber ist immer ein guter Indikator. Die Talstation liegt auf gut 1000 m Höhe und der Gipfel bei 1456 m.

An manchen Stellen hatte sich schon etwas Eis gebildet. Besonders bergab musste ich sehr konzentriert fahren. Fährt man über Steine mit Eis und Schnee, muss man schon die richtigen Linie treffen. Ich hatte vor der Abfahrt ein wenig Luft aus den Reifen abgelassen, so dass ich mehr Grip hatte.

Die lange Abfahrt über die Osserwiese machte natürlich riesigen Spaß. Unten in Lam angekommen brannten meine Oberschenkel.

Als ich an der Osserwiese ankam, machten sich gerade zwei Gleitschirmflieger startbereit.

Wie ich erwartet hatte, waren einige Fußgänger unterwegs. Die waren aber fast ausschließlich auf dem Ossersteig und an der Osserwiese unterwegs. Abseits der Hauptwanderwege war es menschenleer im Wald. Selbst auf dem Weg zur Wallfahrtskirche Maria Hilf war kein Fußgänger anzutreffen.

Also nutzt die kommenden schönen Novembertage und bewegt euer Mountainbike noch etwas. Es kann ganz schnell gehen und der Bayerische Wald versinkt unter einer dicken Schneedecke.

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